Die Geschichte der Brennerei Zürcher begann im Jahr 1954
In diesem Jahr kehrte mein Grossvater Willy Zürcher, nach dem Tod seiner Eltern, in das elterliche Anwesen, ein kleines Bauernhaus am Nägeligässli 7 in Port, zurück.
Willy Zürcher erwarb von einem Brenner die Brenn-Konzession sowie eine mobile Brennerei.
Anschließend begann er selbst mit der Destillation und zog mit seiner mobilen Brennerei als sogenannter Stör-Brenner von Dorf zu Dorf.
Im Jahr 1968 erfolgte die Installation neuer Brennapparate im ehemaligen Geissenstall seines kleinen Bauernhauses.
Ab diesem Zeitpunkt brachten die Kunden ihr Brenngut direkt zu ihm nach Hause.
Bild: Bieler Tagblatt / msm 3.2.1994
1969 verstarb mein Großvater Willy Zürcher, woraufhin sein ältester Sohn – mein Onkel Heinz Zürcher – die Brennerei für 35 Jahre übernahm.
Während dieser Zeit erweiterte er das Sortiment schrittweise auf etwa 25 verschiedene Produkte und erhielt mit einigen davon Auszeichnungen, sowohl beim Schweizer Schnapsforum als auch bei der Destillata in Wien. Außerdem führte er die Lohnbrennerei erfolgreich weiter und baute einen beachtlichen Kundenstamm auf.
Zu Beginn seiner Tätigkeit betrieb er zudem eine Mosterei und begann damit, Treberwurst-Essen anzubieten.
Mit dem steigenden Erfolg erwies sich das kleine Bauernhaus zunehmend als zu klein, sodass 1988 eine Erweiterung notwendig wurde.
In diesen 35 Jahren wurde die Brennanlage zweimal erneuert.
Seit Juli 2004 führen wir, Daniel und Ursula Zürcher, in dritter Generation das Geschäft erfolgreich weiter.
Wir haben das Sortiment mit neuen Kreationen auf über 40 Produkte weiter ausgebaut und für viele dieser Produkte auch Auszeichnungen an nationalen Spirituosenprämierungen erhalten.
An der DistiSuisse erhielten wir sogar drei Mal die höchste Auszeichnung «Brenner des Jahres».
In der Lohnbrennerei konnten wir den bestehenden Kundenstamm erfolgreich erhalten und neue Kunden gewinnen.
Auch das Treberwurst-Essen haben wir über einen Zeitraum von 16 Jahren weiter angeboten.
Mit steigendem Wachstum und zunehmen-dem Erfolg erhöhte sich jedoch der Arbeits-aufwand erheblich, weshalb wir im Jahr 2021 beschlossen, das Treberwurst-Essen nicht mehr weiterzuführen.
Im Juni 2023 erfolgte die Erneuerung einer der drei Brennapparate.